Schritt 1: Prüfen, ob Ihr Betrieb schon einen Eintrag hat

Suchen Sie auf Google Maps nach Ihrem Firmennamen und Ihrem Ort. Viele Betriebe haben bereits einen Eintrag, den Google automatisch aus anderen Quellen erstellt hat oder den Kunden hinzugefügt haben. Steht dort «Inhaber dieses Unternehmens?», beanspruchen Sie den bestehenden Eintrag, statt einen zweiten anzulegen. Doppelte Einträge verwirren Kunden und Google gleichermassen.

Schritt 2: Eintrag anlegen oder beanspruchen

Öffnen Sie google.com/business und melden Sie sich mit einem Google-Konto an, das dem Betrieb gehört, nicht mit dem privaten Konto eines Mitarbeiters. Geben Sie den Firmennamen genau so ein, wie er auf Ihrem Briefpapier und im Handelsregister steht. Keine Zusätze wie «günstig» oder «Zürich» im Namen, das verstösst gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen.

Schritt 3: Die Hauptkategorie wählen

Die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchanfragen Ihr Betrieb überhaupt erscheinen kann. Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Kerngeschäft am genauesten beschreibt: «Sanitärinstallateur», nicht «Dienstleistungsunternehmen». Bis zu neun zusätzliche Kategorien können Sie später ergänzen, zum Beispiel «Heizungsinstallateur», wenn Sie beides anbieten. Ein Blick auf gut sichtbare Mitbewerber in Ihrer Region zeigt, welche Kategorien in Ihrer Branche üblich sind.

Schritt 4: Adresse oder Einzugsgebiet

Betriebe mit Ladenlokal oder Büro, das Kunden besuchen, tragen die Adresse ein. Betriebe, die beim Kunden arbeiten (Handwerker, Reinigung, Lieferdienste), können die Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben, etwa «Kanton Zürich» oder einzelne Gemeinden. Beides geht auch kombiniert.

Schritt 5: Kontaktdaten und Website

Telefonnummer und Website-Adresse so eintragen, wie sie überall sonst stehen. Gleiche Schreibweise auf Website, Profil, Briefpapier und in Verzeichnissen wie local.ch hilft Google, die Angaben als zusammengehörig zu erkennen. Wer keine Website hat, kann das Feld leer lassen, verschenkt aber den Weg vom Profil zu mehr Informationen.

Schritt 6: Bestätigung

Google muss prüfen, dass der Betrieb existiert und Sie ihn vertreten dürfen. Je nach Betrieb und Kategorie bietet Google eine Bestätigung per Postkarte an die Geschäftsadresse, per Telefon, per E-Mail oder per Video-Aufnahme des Lokals an. Welche Methode angeboten wird, entscheidet Google. Erst nach der Bestätigung ist das Profil öffentlich bearbeitbar und erscheint vollständig in der Suche.

Schritt 7: Das Profil vollständig ausfüllen

Nach der Bestätigung beginnt die eigentliche Arbeit. Diese Felder sollten Sie ausfüllen, bevor Sie das Profil als fertig betrachten:

  • Öffnungszeiten, inklusive Feiertage und Betriebsferien. Nichts ärgert Kunden mehr als eine Fahrt zur geschlossenen Tür.
  • Beschreibung mit bis zu 750 Zeichen: Was Sie anbieten, für wen, in welcher Region. Keine Preise, keine Links, keine Werbefloskeln.
  • Leistungen einzeln aufführen, mit kurzer Beschreibung. Bei festen Preisen darf der Preis dazu.
  • Fotos: Aussenansicht, Innenräume, Team bei der Arbeit, fertige Arbeiten. Eigene Fotos, keine Stockbilder. Das Logo als Profilbild.
  • Attribute wie «rollstuhlgängig» oder «Terminvereinbarung erforderlich», soweit zutreffend.
  • Fragen und Antworten: Stellen Sie die häufigsten Kundenfragen selbst und beantworten Sie sie.

Schritt 8: Bewertungen sammeln und beantworten

Im Profil finden Sie unter «Nach Rezensionen fragen» einen Link, den Sie zufriedenen Kunden nach dem Auftrag schicken können. Beantworten Sie jede Bewertung persönlich, auch die kritischen. Wer Bewertungen kauft oder mit Rabatten belohnt, riskiert die Löschung des Profils. Mehr dazu im Beitrag Drei Fehler im Google Business Profil.

Schritt 9: Pflege einplanen

Ein Profil ist kein Einmalprojekt. Neue Fotos alle paar Wochen, Beiträge zu Aktionen oder Neuigkeiten, aktualisierte Öffnungszeiten vor Feiertagen und Antworten auf Bewertungen halten das Profil lebendig. Eine Stunde pro Monat reicht für die meisten Betriebe.

Wie lange dauert das?

Das Anlegen dauert eine Stunde, die Bestätigung per Postkarte je nach Post ein bis zwei Wochen. Das vollständige Ausfüllen mit guten Fotos ist ein Nachmittag. Wer das nicht selbst machen will: Veracis richtet das Profil ab CHF 149 einmalig ein, inklusive Kategorien, Beschreibung, Fotos und Öffnungszeiten.